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8 Tipps zum Heizkosten sparen
Zwar scheint der Höhenflug der Energiekosten vorerst gestoppt. Dennoch drohen bald neue Horror-Heizkostenabrechnungen. Wer’s mollig warm mag wird arm dabei - so oder ähnlich denken inzwischen viele, wenn die jährliche Heizkostenabrechnung ins Haus flattert. Dabei geht’s auch sparsam und ohne Frostbeulen. Wer richtig heizt und lüftet, schont sein Portemonnaie und fühlt sich trotzdem wohl. Sieben Tipps und Tricks:
Tipp 1: Keine Kipplüftung
Richtig teuer und wenig effizient ist die Kipplüftung – sie bringt nicht viel, denn es findet kein vollständiger Luftaustausch statt, trotzdem kühlt die Wohnung mit der Zeit aus. Der schlimmste Fehler: Heizung während des Kipplüftens anlassen. Besser: Stoßlüften – alle Fenster für wenige Minuten weit aufreißen, und frische Luft kommt ungehindert und schnell in die Wohnung. Die Heizkörperventile währenddessen schließen, sonst schalten sie auf volle Leistung. Die kühle Luft von draußen hat außerdem weniger Feuchtigkeit gespeichert als die verbrauchte Innenluft. Folge: Sie kann sich schnell und mit wenig Energieaufwand wieder aufwärmen. Die Wände kühlen beim Stoßlüften auch nicht aus und haben genug Energie gespeichert, so dass die frische Luft schnell wieder warm ist.
Tipp 2: Rollläden und Vorhänge schließen
Auch Fensterrollläden haben eine Wärme dämmende Wirkung, deshalb nachts immer runterlassen. Viel Wärmeverlust verursachen übrigens auch ungedämmte alte Rollladenkästen. Für diese gibt es Dichtsysteme, ein Komplettaustausch ist also nicht unbedingt nötig. Geschlossene Vorhänge verringern ebenfalls den Wärmeverlust durch die Fenster und schützen schützen vor Zugluft.
Tipp 4: Dichtband
Durch zugige Fenster und Türen geht viel Wärme verloren. Ausfindig macht man die undichten Stellen ganz einfach mit einem Teelicht, danach mit einem Dichtband aus dem Baumarkt abdichten. Auch für zugige Wohnungseingangstüren gibt es spezielle Dichtungen – doch auch ein Frotteetuch, das vor die Türe gelegt wird, verringert schon den Zug. Mittelfristig sollten zugige Fenster und Türen natürlich professionell abgedichtet bzw. ausgetauscht werden.
Tipp 5: Heizkörper nicht verdecken
Heizkörper sollten nicht von Gardinen, davor gestellten Möbeln oder gar Heizkörperverkleidungen verdeckt werden. Auch Kleidungsstücke oder Handtücher, die zum Trocknen über oder vor Heizkörper gehängt werden, behindern die Wärmeausbreitung.
Plus: In Heizkörpernischen lassen sich wärmereflektierende Thermofolien auf die Wand hinter den Heizkörper kleben. So werden übermäßige Energieverluste verringert.
Tipp 6: Ständiges auf und ab vermeiden
Wer die Heizung tagsüber während der Arbeit ganz ausschaltet und erst abends wieder hoch heizt, spart nur scheinbar Energie, da die Wände der Wohnung auskühlen. Außerdem kann die in der Luft gespeicherte Feuchtigkeit an den Wänden kondensieren. Schlimmstenfalls bildet sich Schimmel. Deshalb auch während der Nachstunden und in wenig genutzten Räumen die Raumtemperatur zwar absenken - allerdings nicht unter 14 bis 16 °C.
Tipp 7: Richtig temperieren
Überhitzte Räume sind ungesund und vorallem erhöhen auch überproportional die Heizkosten! Faustregel: Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad reduziert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.
Tipp 8: Regelmäßige Heizungswartung
Besonders wichtig: Heizkörper vor der Heizsaison entlüften und an der Heizung selbst eine Inspektion vornehmen lassen. Denn schlecht gewartete oder verschmutzte Heizungsanlagen arbeiten deutlich weniger effizient.
Wenn Heizkörper gluckernde Geräusche abgeben und nicht mehr richtig warm werden, müssen sie entlüftet werden. Luftblasen im Heizsystem verhindern ausreichende Zirkulation des Wassers - die Heizungsanlagen arbeiten weniger effizient.
Bleibt ein Heizkörper beständig gleich warm, ist dies ein Indiz für ein defektes Thermostatventil. Auch schwergängige Thermostate regulieren die Temperatur nicht mehr korrekt und sollten ausgetauscht werden.


